Der Blog für Pharma und Medizintechnik

Dr. Stefanie Greifeneder

Social Media trifft Recht und Gesetz: Wie mit Kommentaren Dritter umgehen?

Das Thema Social Media wird für immer mehr Pharmaunternehmen zu einem festen Bestandteil der Marketing-Agenda. Dabei herrscht allerdings oftmals Verunsicherung bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen. Dies gilt besonders im Hinblick auf die Verantwortlichkeit und Haftung für Kommentare Dritter auf den eigenen Websites.

Richtig werben mit Testergebnissen

Die große Bedeutung unabhängiger Testurteile führt dazu, dass Unternehmen ihre Produkte damit massiv bewerben. Dabei kommt es immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen, wenn die Grenzen ausgetestet und teilweise überschritten werden. In der Healthcare-Branche sind davon v. a. Hersteller von Medizinprodukten und nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln betroffen.

Rechtsirrtum: Unternehmen dürfen keine Daten zu Werbezwecken speichern

Folge 3 unserer Serie: „Die populärsten Rechtsirrtürmer beim Internetmarketing für Gesundheitsprodukte“. Nicht jede Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten ist per se verboten. Möchte ein Unternehmen diese Daten zu Werbezwecken nutzen, so ist hierfür eine Einwilligung des Betroffenen nötig.

Rechtsirrtum: Gewinnspiele von Pharmaunternehmen im Internet sind stets unzulässig

Folge 3 unserer Serie: „Die populärsten Rechtsirrtürmer beim Internetmarketing für Gesundheitsprodukte“: Grundsätzlich besteht in Deutschland ein Verbot, produktbezogene Werbung für Arzneimittel mit Gewinnspielen zu machen. Maßnahmen der reinen Unternehmenswerbung fallen jedoch nicht unter heilmittelrechtliche Werbeverbote.

Rechtsirrtum: Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist im Internet unter keinen Umständen zulässig

Hier nun die 2. Folge unserer Serie „Die populärsten Rechtsirrtümer beim Internetmarketing für Gesundheitsprodukte“: Grundsätzlich besteht in Deutschland gemäß § 10 Abs. 1 HWG ein Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel gegenüber dem Laienpublikum. Da im Internet bereitgestellte Informationen von jedermann abrufbar sind, ist dieses Werbeverbot dort besonders relevant.

Neue Serie: Die populärsten Rechtsirrtümer beim Internetmarketing für Gesundheitsprodukte

Bei genauer Kenntnis der gesetzlichen Lage und unter Berücksichtigung der Liberalisierungstendenzen in der neueren Rechtsprechung eröffnen sich – vor allem im Internet – eine Fülle attraktiver Möglichkeiten an Marketing-Maßnahmen für Gesundheitsprodukte. Diese möchten wir Ihnen auf unserem Blog im Rahmen unserer fünfteiligen Serie „Die populärsten Rechtsirrtümer beim Internetmarketing für Gesundheitsprodukte“ vorstellen. In unserer Einführung zur Serie erhalten Sie einen Überblick über populäre Rechtsirrtümer, die in den kommenden Folgen behandelt werden.
Dr. Stefanie Greifeneder

Dr. Stefanie Greifeneder

Dr. Stefanie Greifeneder ist Rechtsanwältin und Partnerin im Münchener Büro der Kanzlei Field Fisher Waterhouse LLP. Sie verfügt über langjährige und umfassende Erfahrung in der Rechtsberatung von Unternehmen aus der Pharma-, Diagnostik-, Medizinprodukte- und Biotech-Branche. Dabei ist sie insbesondere auf die Gebiete Wettbewerbs-, Werbe- und Kennzeichnungsrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Vertragsrecht sowie Prozessführung spezialisiert. Im Marketing für Gesundheitsprodukte sieht sie großes Potential und zeigt Wege, Marketing-Maßnahmen sowohl im Online- als auch im Offline-Bereich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen.